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Lieber Angelfreund!
Die unten stehenden Montagen und Angelgeräte widerspiegeln meine
persönliche und somit auch sehr subjektive Betrachtungsweise für das
Thema Angeln in Fjorden Norwegens. Ich habe mich allerdings oft in den
letzten Jahren in den Fjorden "herumgetrieben", dazu kommt noch das
wesentlich größere Wissen meiner Angelfreunde und nicht zuletzt das
breite Forums- und Internetwissen. So erlaube ich mir hier etwas Senf
dazuzugeben.
1. Leichtes Angeln mit einer Spinnrute
- Angelrute - spinning 40-80 g, Länge 2-3
m 0-80 gram, długości 2-3m
- Rolle - stationär, 200 m Schnur 0,25-0,30
monofil, besser jedoch geflochtene 10-12 kg
- Köder - Gummifische, Ripper, Wobler,
kleine Pilker u.s.w. 10-60 g.
- Anmerkung - mit leichtem Gerät lässt sich
auch der Fisch sine Lebens fangen!
2. Leichtes Pilken
- Angelrute - Spinning- oder Pilkrute 80-120
g, Länge 2-3 m
- Rolle - stationär, 200-300 m Schnur,
0,30-0,40 monofil, besser jedoch geflochtene 14-16 kg
- Köder - leichte Pilker 40-100 g,
Paternostersystem mit Haken 3/0-6/0 auf dem Vorfach 0,60-1,00 mm
- Anmerkung - bei wenig Unterwasserströmung
versuchen wir über tieferen Unterwasserberge, sogar 40-60 m
3. Mittleres Pilken
- Angelrute - Pilkrute 200-600 gram (10-30 lbs),
Länge 2-3 m.
- Rolle - stationär, 250-500 m geflochtene
Schnur 16-20 kg. Auch eine Multirolle wäre nett.
- Köder - Pilker 70-300 g, Paternostersystem
mit Haken 7/0-12/0, auf dem Vorfach 0,80-1,00 mm
- Anmerkung - Solche Art kann man m. E. mit
Vergnügen betreiben sagen wir bis Tiefe ca. 100-120 m, darunter
ist es schwere Arbeit. Dann, besonders bei starker Strömung,
sollte man Pilker von 500-700 g verwenden. Ein Paternostersystem
verhindert dann die korrekte Köderführung.
4. Schweres Angeln mit Naturköder tief am Grund
- Angelrute - schwere Pilkrute 600-1000 g (30-50lbs)
- Rolle - Multirolle (z.B. der Größe Penn GTI 340),
geflochtene Schnur 600-800 m, 30-50 kg.
- Köder - ganze Makrele oder Hering am Haken
12/0 oder größer, Vorfach 0,80-1,00 mm, Grundblei 0,5-1,0 kg
- Anmerkung - schwere Arbeit, manchmal lohnt
sich aber. In den Tiefen 100-150 m ist es die beste Methode auf
kapitale Fische, bersonders Lumb oder Leng lieben diese Tiefen.
5. Angeln vom Ufer
- Angelrute - Spinningrute oder leichte
Pilkrute 30-80 g
- Rolle - stationär, monofile Schnur 100 m
0,25-0,30 oder 100 m geflochtene 8-12 kg
- Köder - Gummifische, Spinner, leichte
Pilker u.s.w. 10-60 g
- Anmerkung - mit einem Fisch des Lebens
rechnen wir nicht (träumen darf man natürlich)
Anmerkungen zur Angelausrüstung:
- Zwischen den oben ganannten kann man natürlich etwas
"dazwischen" zusammenstellen. Hier meine Geräte, die ich benutze:
Was brauchen wir noch:
- Ein scharfes und stabiles Messer für das bearbeiten
der Fische. Sind wir schon in Norwegen, können wir ein schwedisches
Messer Fa. Mora kaufen (in den Baugeschäften an der Küste), mit der
Klinge ca. 20 cm, kostete 2005 um die 16 Euro (das blaue Messer unten
auf dem Tisch) - ich benutze
das Messer auch für das Filetieren.
- Lange stabile Zange als Hakenlöser - am besten
rostfrei.
- Als Naturköder sind Makrelen und Heringe (duften
gut im Wasser) am besten. Auch Garnelen (aus der Tiefkühltruhe i
n jedem Lebensmittelladen in Norwegen)
- Schwimmer so um 20-40 gram. Eine schöne
Methode vom Ufer, als Köder Fischfetzen oder Garnelen.
Tipps - es gibt jede Menge Tipps für die Angler im Internet, hier
noch einmal einige zusammengefasst:
- Boot - Nach Möglichkeit groß, ab 16 Fuß mit
Motor ab 10 PS. Weiter aufs Meer würde ich nur mit 2 Booten rausfahren.
- Echolot - ohne ein Echolot wird im Allgemeinen
weniger gefangen
- GPS - mit Hotspots darauf kann man sehr
gezielt die interessantesten Stellen abfahren. Mit diesem Gerät kann
man auch die eigene Hütte finden -wichtig bie vielen Schären und
Nebel...
- Kompas - wichtig, wenn man kein GPS besitzt. Gibt
manchmal ein Gefühl der Sicherheit.
- Unterwasserberge - ideal sind solche, die
10-50 m unter dem Wasserspiegel liegen und steile Hänge haben. Man
sollte immer "bergab" angeln, das bedeutet den Pilker über der
höchsten Erhöhung runterlassen und erst dann das Boot treiben lassen.
Erfahrene Angler können auch "bergauf", allerdings sind Hänger
vorprogrammiert.
Tipps 2:
- Eimer - zum Pinkeln. Ein nicht zu
unterschätzendes Utensil.
- Weit draußen sollte man immer mit mindesten zwei
Booten ausfahren. Es kann sonst gefährlich werden!
- Sicherheitswesten - Pflicht in Norwegen!
- Handy und GPS - um das Gefühl der Sicherheit
zu erhöhen.
Tipps 3:
- Fische in Norwegen - leider haben ähnliche
Charaktereigenschaften wie die Fische in Deutschland
und beißen nicht immer. Kein Problem - es gibt noch die fantastischen
Landschaften.
- Landschaften - sollten die Fische mal
ausbleiben, genießen wir diese. Wir schauen lieber auf die Berge,
statt auf das Echolot, worauf man riesige Fischschwärme sieht. Die
Landschaften sind weniger frustrierend.
- Gefangene Fische - machen wir immer Filets.
Nie nehmen wir Fische mit Gräten nach Hause. Die Filets halten sich im
Gefrierschrank 6-12 Monate, die ganzen Fische wesentlich kürzer. Das
Filetieren kann man leicht erlernen (siehe Filetieren)
- Gefangene Fische noch einmal - sollten wir das
Glück haben und mal sehr viele Fische fangen, dann:
- Wir geben damit nicht an!!! Obwohl... wir hätten so gerne damit
angegeben...
Die Norwegen sind sehr
empfindlich bei diesem Thema
(die Meinung der Eigentümer der
Angelanlagen ist naturgemäß anders).
- Seit 1.06.2006 darf nicht mehr als 15 kg Fisch aus dem Land
gefahren werden.
- Die Angler sind Konkurrenten für die Fischer. Die Fischer leben
aber im Gegensatz
zu den
Anglern vom Fisch.
- Schließlich - das Fangen von 30-40 cm großen Köhlern bringt uns
nur viel Arbeit am Filetiertisch.
Wir
kamen aber nach Norwegen, um den Fisch des Lebens zu fangen, oder?
Artur
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